Abhandlung zur Tagesform

Schlechte Tagesform? – Nicht fit, oder was?

Hat sich eigentlich schon mal irgendjemand Gedanken darüber gemacht, was genau mit der „Tagesform“ gemeint ist? Das Ganze wirft doch ziemlich viele Fragen auf, zumindest bei Nicht-Ausstellungsbeteiligten. In der heißen Endphase der Ausstellungsvorbereitung stehen wir im Moment ab und zu vor der Frage: Versteht eigentlich jemand etwas von dem, was wir hier tun und schreiben?

Heute zum Beispiel: Gespräch mit einer Kollegin von der Stadt Frankfurt zu einem Artikel in der Seniorenzeitschrift, die Anfang März – also passend zum Ausstellungsstart – erscheint. Viele Gedanken habe ich mir zum Tagebuch gemacht, wie man seniorentauglich die Weblogs erklärt. Und? Unverständnis schlägt mir entgegen bei der „Tagesform“, die eben nicht den körperlichen Fitness-Zustand eines Tagebuchautoren bezeichnet…

Die Form, vom lateinischen forma abgeleitet, ist doch weitaus vielseitiger als man auf den ersten Blick denken könnte, findet in den verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen Verwendung und bezeichnet immer die Erscheinung oder Gestalt einer Sache oder eines Gegenstands. In Bezug auf literarische Werke ist damit eben genau gemeint, wie ein Text aufgebaut ist, wie er strukturiert ist. Beim Tagebuch ist das ganz klar die Gliederung in „zeitliche Häppchen“, die von Tag zu Tag oder in einem ähnlichen zeitlichen Rhythmus serviert werden.

Mir erscheint das ganz logisch. Man wird sehen, ob die Leser vom „Silberblatt“ das auch so sehen…

Zuerst veröffentlicht auf: http://tagwerke.twoday.net

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