Neue Podcast Episode: Buchmesse für Anfänger

19Willkommen bei der Frankfurt Buchmesse! Die Messehallen quellen über vor Büchern und Medien, die Rolltreppen sind stetig voll, immer steht irgendwer im Weg. Für nahezu jedes Interesse, findet sich ein Angebot: Literatur, Bildung, Kultur, Crossmedia, Digitalisierung, Wissenschaft und und und… Doch es ist gar nicht so leicht den Überblick zu behalten. Was tun, was ansehen, wo hingehen? Karina Goldberg (Ehrengast-Team, Buchmesse Frankfurt), Frank Krings (Presse/ Social Media, Buchmesse Frankfurt) und Andrea Diener (FAZ und Tsundoku-Podcast) berichten von ihrer Buchmesse und geben Tipps für Buchmesseneulinge.

Mehr dazu beim Kulturkapital-Podcast mit der Episode „KK020 Buchmesse für Anfänger


 

Barrierereich

Barriereicher Südbahnhof. Foto: Tine Nowak„Dass sie hier ein Fernbahngleis ohne Treppe und Aufzug haben ist doch eine Zumutung“ schimpft der alte Mann, der mit seiner Frau den Koffer zum Gleis am Frankfurter Südbahnhof hochschleppt. Was soll da nur die junge Frau mit Krücken sagen, die oben am Treppenabsatz wartet bis die Treppe leer ist, um den Abstieg zu wagen…

Es ist also kein Wunder, dass der Südbahnhof gleich mehrfach als Nicht-Rollstuhlgerecht auf Wheelmap gekennzeichnet ist. Zurecht.

Nachttanz statt Demo

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Die einen kennen noch die Nachttanzdemos in Frankfurt, die anderen nicht. An diesem Wissen verläuft die Altersgrenze zwischen den aktiven jungen Clubgängern und denen, die von gestern sprachen, wenn sie Clubs meinen. Dazwischen reisen zeitlose Nachtschwärmer. Bei der Kulturtanzdemo der Clubs am Main gegen die geplante GEMA-Reform kamen alle zusammen. Diese Karawane der beschallten Clubwagen fühlte sich dann mehr nach Nachttanz als Demo an. Als solcher war der Abend sehr gelungen.

Politisch hätte ich mir jedoch gewünscht, dass sich die Clubs Bündnispartner gesucht hätten, die ebenfalls von der GEMA-Reform betroffen sind. Ich hätte es nicht weniger großartig gefunden, wenn Frankfurter Vereine, beispielsweise die Sachsenhäuser Brunnengesellschaft mitmarschiert wären, denn gerade die Vereine mit ihren Stadtfesten wird die GEMA-Reform treffen und das unter Umständen viel härter als die Clubs.

Vielleicht sollte man diesen Gedanken aufgreifen und ganz groß denken. Wenn sich Karnevalsvereine solidarisch mit den kleineren städtischen Vereinen zeigen würden, die keine Extra-Regelungen mit der GEMA treffen können. Im Frühjahr komplett auf Karnevals-Umzüge und Veranstaltungen zu verzichten (oder zumindest auf die begleitende Musik), würde die breite Masse deutlicher schmerzen und mehr Aufmerksamkeit für die GEMA-Reform erzeugen, als singuläre Unternehmungen, wie dem munteren Partyumzug der Kulturtanzdemo.

Aber dieser Wunsch bleibt Illusion, denn dieses Gefahrenpotential hat die GEMA längst erkannt und gehandelt.

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