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Rückblick auf den „Audiorecording-Workshop“ am 6. August im Rahmen der Sommertour 2016 des Historischen Museums Frankfurt.

Am Samstag fand der erste von zwei Workshops statt, die darauf zielen die „Geschichten der Stadt hörbar (zu) machen“. Der Fokus liegt dabei auf der Frage, wie das mobil am Tablet oder Smartphone mit kostenfreien Audio-Apps erfolgen kann.

Der Workshop begann in kleiner Runde. Ob die extern angemeldeten Teilnehmer/innen den Weg nicht fanden? Das „Institut für Neue Medien“ im Kulturbunker liegt wohl mitten im Industriegebiet des Osthafens, ist aber eigentlich nicht aus der Welt. So waren es zwei Mitarbeiterinnen des Museums mit denen es in die Erprobung der Apps ging. Später kamen noch zwei Nachzüglerinnen dazu, die im Hafenpark dazustiessen. Da das angekündigt war, hatten diese schon die Apps „Auphonic Recorder“ und „Audioboom“ vorab genannt bekommen. In einem früheren Blogpost zum Audiorecording-Workshop sind die Apps kurz dokumentiert.

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Das Feedback am Ende des Workshops war positiv. Hierbei ist wichtig, insbesondere bei den Anregungen, Ideen und Wünschen der Teilnehmer/innen genau zuzuhören, um sie für zukünftige Workshops fruchtbar zu machen. Das Gute an so einem ersten Workshop ist ja, dass man im Nachhinein Zeit zum reflektieren hat, inwiefern sich das skizzierte Workshop-Konzept realisieren ließ und dass es beim nächsten Mal die Möglichkeit einer Anpassung gibt. Zum einen scheint es demnach sinnvoll, das Testen der Apps gleich schon mit einer sehr konkreten Aufgaben zu kombinieren. Eine andere Rückmeldung war, dass das was so einfach in der Technikeinführung schien, draussen allein im Feld plötzlich gar nicht mehr so unproblematisch umzusetzen war. Mehr Übungen im „abgesicherten Modus“ könnten hieraus eine Folge sein. Weiterhin gab es den Wunsch, auch die Formate besser zu erproben, damit diese dann eigenständig besser umgesetzt werden können. So wird es beim nächsten Mal – beim Audiorecording-Workshop am 10. September in Bockenheim – eine Einstiegsübung zum „Field Recording“ geben und eine zweite Übung zum Interview. Bei beiden Übungen wird jeweils eine der beiden Recording-Apps eingesetzt und spezifische Vor- und Nachteile praktisch erkundet. Zum Schluss gibt es dann noch die Feldbegehung am alten Campus in Bockenheim, sodass zusätzliche Audioaufnahmen im Stadtraum gemacht werden können. Insgesamt wird der Workshop von sechs auf vier Stunden gestrafft. So schön und produktiv so ein Ganztages-Workshop ist, am Ende ist man ganz schön geschafft.

Aufgrund der kleinen Gruppengröße hatte ich an diesem Termin die Möglichkeit, selbst auch ein Audiostück zu produzieren. Ich habe dazu die Audioboom-App als Recorder sowie als Veröffentlichungsplattform genutzt. Der „verlegte Panther“ ist das Ergebnis. Leider ist mir erst im Nachhinein aufgefallen, dass ich im Audio immer von einem Jaguar spreche. Beim nächsten Hafenpark-Besuch muss das Stück nochmal aufgenommen werden, damit alls hübsch korrekt bleibt, dann wird das kurze Hörstück gegen das Neue ausgtauscht.

Das ist insbesondere deswegen sinnvoll, da die Ergebnisse des Workshops in die digitale Stadtkarte des Historischen Museums Frankfurt integriert werden können, die – wenn ich mich richtig entsinne – dieses Jahr noch online geht. Perspektivisch können später dort alle Mitglieder der Stadtgesellschaft Audio, Video, Fotos oder Texte einreichen und direkt mit Orten der Stadt verlinken. Das ist jetzt noch Zukunftsmusik, nächstes Jahr wenn das Historische Museum mit den Umbaumassnahmen fertig ist, wird dies dann konkret.


1 – Recording: Frankfurter Hafenpark
2 – Audioapps im Workshopeinsatz

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