Geschichten schenken

Weihnachtliches Audiosetting. Foto: Tine Nowak

Was wäre Weihnachten ohne Weihnachtslieder und Weihnachtsgeschichten? Man erzählt sie seiner Familie, liest vor oder verschenkt einfach schöne Hörbücher. Dabei gibt es kaum etwas Schöneres als eine Geschichte von jemanden vorgelesen zu bekommen, den man liebt. Das ist mittlerweile technisch gar nicht so schwer. Statt Tonbandgerät oder Kassettenrekorder sind Smartphones und Tablets kleine Alleskönner, mit denen man recht einfach relativ gute Tonaufnahmen machen und sogleich online setzen kann. Und wer es aufwendiger möchte, kann auf semiprofessionellen Niveau erstaunlich gute Ergebnisse erzielen.

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Planschbecken-Hulahoop-Dusche

DIY Dusche. Grafik: Tine NowakAls ich vor knapp 10 Jahren den Mann kennenlernte, mit dem ich heute zusammenlebe, wohnte dieser in einer kleinen Wohnung eines alten Fachwerkhaus mitten in der Altstadt. Seine Wohnung war ganz klein, hatte zwei Zimmer und eine winzige Küche. Die Toilette befand sich ein Stock tiefer im Flur. Eine Dusche oder eine Badezimmer gab es nicht. Es gab nur das Waschbecken der Küche. Eine Lösung für den Mangel war schon da und in reger Nutzung: Die DIY-Planschbecken-Hullahoop-Dusche.

Anleitung fuer eine Dusche Marke Eigenbau:

1 Schlauch mit Duschkopf, 1 Wasserhahnadapter, 1 Hulahoopreifen, 1 kleines Planschbecken, 1 Duschvorhang mit Ringen
DIY Dusche. Grafik: Tine Nowak

Es kommt natürlich nur noch selten vor, dass es Wohnraum ohne Badezimmer oder Dusche gibt, aber falls doch, vielleicht hilft die Anleitung ja jemanden weiter.

DIY Dusche. Grafik: Tine NowakMan muss den Wasserhahnvorsatz abschrauben und dort einen Schlauchadapter anschrauben. Jetzt braucht man einen Schlauch, der auf der einen Seite auf den Adapter passt, auf der anderen Seite wird ein Duschkopf angebracht. Nun sollte das Wasser beim Aufdrehen der Ventile aus dem Duschkopf strömen. Der Schlauch sollte ausreichen lang sein, damit er später bis zum Planschbecken reicht.

 

Man nimmt einen Hulahoopreifen und bringt an ihm einen Duschvorhang an. Dabei muss man achten, dass der Hulahoopreifen klein genug ist oder dass die Ringe des Vorhangs groß genug sind, damit sie an den Reifen passen.
An der Decke des Zimmers wird ein Hacken angebracht. Ähnlich wie bei einem Adventskranz hängt man hieran bei Bedarf den Duschvorhang auf.

 

 

 

 

 

 

 

Das Planschbecken wird aufgeblasen, aber nicht zu fest. Da man selten genug Stauraum hat, um ein komplett aufgeblasenes Planschbecken unterzubringen, eignet sich das halbaufgeblasene Becken viel besser, da es lose zusammengelegt werden kann. Glücklicherweise gab es eine kleine Abstellkammer in der Küche, wo Becken und Reifen mit Vorhang gelagert werden konnten.

DIY Dusche. Grafik: Tine Nowak

Um nicht zuviel Spritzwasser im Raum zu haben, sollte der Vorhang innerhalb des Planschbeckens anliegen. Da das Wasser nach dem Duschen im Waschbecken ausgegossen werden muss, ist die DIY-Waschbecken-Hullahoop-Dusche nur für kurze Duschgänge gut geeignet. Haarewaschen ist eher nicht zu empfehlen, hierbei wird zuviel Wasser verbraucht.
Die DIY-Dusche war bis 2006 mehrere Jahre im Einsatz. Ich denke gern an sie zurück und bin gleichzeitig froh, dass sie mittlerweile nicht mehr gebraucht wird.

Ein selbsterklaerender Eintrag

Andrea Diener führt uns das Bloggen vor

Andrea Diener bloggt, Foto: Tine NowakHoher Besuch: Letzten Freitag besuchte uns Blog-Autorin Andrea Diener im Büro. Sie wird in unserer Ausstellung innerhalb einer von sieben Tagebuchgeschichten vorgestellt. Extra für uns legte sie einen neuen Eintrag in ihrem Blog Reisenotizen aus der Realität an. Dank Andrea werden Ausstellungsbesucher bald nahezu in Echtzeit miterleben können, wie ein Blog-Eintrag entsteht – vom Einloggen bis zum Publizieren.

Ob sich die regelmäßigen Besucher von Andrea Dieners Blog am Freitagnachmittag wohl gewundert haben? Andreas neuester Eintrag muss Ihnen doch etwas sonderbar vorgekommen sein – schließlich ging es darin nur um eines: Wie man einen Blog-Eintrag schreibt.

Des Rätsels Lösung: Andrea hat mit diesem Blog-Eintrag gewissermaßen ein Ausstellungsstück für uns geschrieben. Das Schreiben des Eintrags hat sie nämlich eifrig mit Screenshots festgehalten. Diese wurden von mir anschließend zu einer Animation zusammengefügt. Später in der Ausstellung wird diese an einer Medienstation vorgeführt werden um nicht-Bloggern die Grundprinzipien des Schreibens im Internet näher zu bringen.

In der fertigen Animation kann man jetzt zuschauen, wie Andrea sich zunächst anmeldet und dann einen Eintrag hinzufügt. Einen guten Kaffee brauche sie, schreibt Andrea, bevor sie mit dem Schreiben anfangen könne. Da unterscheide sich das Bloggen gar nicht vom Schreiben anderer Texte. Wenn man allerdings herunterscrolle erscheine der Publish-Button, mit dem die Geschichte veröffentlicht wird, schreibt sie und scrollt promt den Bildschirm hinunter bis zum besagten Button. Die Überschrift schreibe sie meistens zum Schluss, fügt sie hinzu, und überschreibt den Eintrag mit „Selbsterklärender Eintrag“. Ein Klick auf Publish und schon steht der Eintrag im Netz.

Den Blog-Eintrag hat Andrea mittlerweile wieder gelöscht – aber die Animation kann man sich hier schon mal in klein anschauen: Andrea-Diener-Blogeintrag. In Groß kann man sie dann ab 6. März in der Ausstellung finden.

Zuerst veröffentlicht auf: http://tagwerke.twoday.net